SimoneWilligMusiktherapeutin

"Musik ist der vollkommenste Typus der Kunst, sie verrät nie ihr letztes Geheimnis"

- Oscar Wilde -

WERDEGANG

- Simone Willig, 20. Mai 1975 in Herborn -

Als ich nach dem Abitur den damals noch weitgehend unbekannten Beruf der Musiktherapeutin für mich entdeckte, war ich Feuer und Flamme. DAS wollte ich sein! Eine wunderbare Kombination von Hobby und Wunschberuf auf den ersten Blick, die Berufung auf den zweiten. 1999 habe ich mein grundständiges, tiefenpsychologisch ausgerichtetes Studium der Musiktherapie an der Fakultät für angewandte Therapiewissenschaften Heidelberg mit dem Diplom abgeschlossen.Neben dem personzentrierten und ressourcenorientierten Ansatz ist es mir in meiner therapeutischen Arbeit wichtig, gleichermaßen emotionale und funktionale Wirkungsweisen von Musik im Blick zu haben, sie zu kombinieren und in der Begegnung zu integrieren. Aufbauend auf mein tiefenpsychologisches Studium habe ich deshalb grundlegende Kenntnisse im spezifischen Einsatz von Musik bei neurologisch-funktionalen Störungen erworben. Der Schwerpunkt meiner musiktherapeutischen Arbeit liegt in der Begleitung von Menschen mit Demenz sowie im Bereich der neurologischen Rehabilitation. Seit mehreren Jahren unterstütze und berate ich Pflegefacheinrichtungen und Kliniken rund um den verantwortungsvollen Umgang mit Musik im Pflegealltag und ihre wertschätzende akustische Milieugestaltung.Ich sammle Postkarten aus aller Welt. Der aktuelle Stand meiner Sammlung liegt bei über 2000 Stück – schreiben Sie mir auch eine Karte? Ich freu mich. Bedeutsam für meine persönliche musikalische Biographie sind die Ouvertüren „Der Kalif von Bagdad“ (Adrieu Boieldieu), „Dichter und Bauer“ (Franz von Suppè), „Komm Zigany“ aus der Operette „Gräfin Mariza“(F. Kalman), Songs von Toris Amos, Melissa Etheridge, den Dire Straits sowie die Schlager der 70er Jahre.

"Mit Musik geht vieles besser – der Königsweg in der Pflege bei Menschen mit Demenz.“

Wissenschaftlich fundierte musiktherapeutische Methoden rund um sensomotorische, sprach- und stimmbezogene und kognitive Trainingstechniken helfen im Kontext neurologischer, geriatrischer und orthopädischer Rehabilitation. Musik stimuliert komplexe, kognitive, affektive und sensomotorische Prozesse im Gehirn, deren Funktion wiederum auf nicht musikalische Therapieansätze übertragen werden kann. So verbessern beispielsweise unscheinbare akustische Signale die Bewegungsbereitschaft des motorischen Nervensystems. Ich arbeite mit den Methoden der neurologischen Musiktherapie interdisziplinär mit verschiedenen Ergo- und Physiotherapiepraxen. Die Kombination von Musik- und Ergo- und/oder Physiotherapie ermöglicht ein effektives und umfassendes rehabilitatives Training. Die Möglichkeit, in der Musiktherapie gleichermaßen ein funktionales Trainingsprogamm wie auch ein kreatives, Beziehung gestaltendes Therapieangebot zu finden, kann eine bedeutsame Unterstützung in einer erfolgreichen Rehabilitation sein.

kaffekanne

Weitere Publikationen

Willig, S. (2011): „Ambulante Musiktherapie – Mit Musik Wohlbefinden fördern“ in: Die Schwester, der Pfleger – Bibliomed Verlag

Willig, S. (2011): „Emotionaler Kleber im Gehirn – Musik in der Burnoutprophylaxe immer bedeutsamer“, Fachzeitschrift IHK Friedberg

Willig, S., Gellrich, S. (2012): „Wir sind schon Freunde“ – ein generationenübergreifendes musiktherapeutisches Projekt, Musiktherapeutische Umschau, Vandenhoeck und Ruprecht Verlag

Willig, S., Kammer, S. (2012): „Mit Musik geht vieles besser – der Königsweg in der Pflege bei Menschen mit Demenz“, Vincentz Verlag 2012

Keller, B., Klären, C. (Hrsg.) (2013): „Klangspuren – Musiktherapie in Fallgeschichten“. Ein Hörbuch – Produktion Musik auf Rädern

"Wo die Sprache aufhört, fängt die Musik an."

- E.T.A. Hoffmann -

„KlangSpuren“ – Fallgeschichten aus der Musiktherapie

Dieses von mir als Co-Regisseurin gestaltete Projekt macht Besonderheiten, Prozesse und Begegnungen der Musiktherapie hörbar für alle, die sich einen praxisnahen Einblick in die musiktherapeutische Arbeit wünschen. Die berührenden Fallgeschichten spiegeln das weite Feld ambulanter Musiktherapie und lassen miterleben, wie im musiktherapeutischen Kontakt aus Emotionen Klänge werden.

"Was bleibt?"

"Yuliya"

"Wer Musik macht, lernt zu sehen, zuzuhören und zu denken"

- Isaak Stern -

„Lisa“ – Ergo- und Musiktherapie bei Infantiler Cerebralparese (ICP)

Der Film über Lisa ist ein Clip mit beispielhaftem Charakter für die lohnenswerte interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Musik- und Ergotherapie.In der Begegnung mit der achtjährigen Lisa verbinden sich auf kreative und neue Weise funktionale ergo- und musiktherapeutische Methoden mit ressourcenorientiertem, wertschätzendem therapeutischen Kontakt.Die Begleitung von Lisa und der interdisziplinäre Austausch eröffnen sowohl mir als auch meiner Kollegin neue Horizonte zusätzlich zu der für unsere Arbeit unverzichtbaren Supervision.

 

"Musik verbindet uns mit unsichtbaren Fäden"

- Pam Brown -

„Wir sind schon Freunde“ – Brücken schlagen mit Musik

Für Identitätserhaltung und Identitätsreifung gleichermaßen zu sorgen, ist der Leitgedanke dieses generationenübergreifenden Projektes. In regelmäßigen Abständen öffnen Kindertagestätte und Seniorenheim ihre Lebensräume. Ziel ist die Gemeinschaft und das gemeinsame Voneinander-Lernen über das Bindeglied Musik.Musik ist ein Spiegel der persönlichen und der kulturellen Identität und somit einer der stärksten identitätserhaltenden Bausteine in einer jeden Biographie. Musik vermag es, die eigene Vergangenheit und kulturelle Herkunft in Erinnerung zu rufen und ein Gefühl der Verwurzelung und bleibenden Geborgenheit zu stärken. Kindern ermöglicht Musik über ihre Symbolkraft die Einbettung in die kulturelle und soziale Gemeinschaft. Wer Musik macht, wird neugierig auf andere und entdeckt seine eigenen Potentiale.

 

Mein aktueller Flyer

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